Hist. Kgl. Bayr. Bürgerwehr-Artillerie Wolkersdorf e.V.




Die Wolkersdorfer Bürgerartillerie in ihrer originalgetreuen Uniform


Die "Bürgermilitär - Constitutions - Urkunde"  S.M. König Max I. Joseph v. Bayern dato 3ter April 1807 (nachzulesen im Buch "Die Böllerschützen nördlich der Donau")  war die Grundlage für ein paar Männer, im Jahr 1982 alte Traditionen wieder aufzunehmen und eine historisch begründete Bürgerwehrgruppe zur Brauchtumspflege zu gründen. Dass hier eine Artillerie-Gruppe gegründet wurde, hat zwangsläufig zum Böller- und Salutschießen geführt und diese alte Tradition in Franken wieder aufleben lassen. Die "Historische Kgl. Bayr. Bürgerwehr-Artillerie Wolkersdorf e.V." war damit eine der ersten Gruppen in Franken, die dieses alte Brauchtum wieder aufgenommen hat. In ihren schmucken Uniformen sind sie eine Bereicherung für jedes Fest, das sich mit dem Brauchtum befasst oder besser gesagt das Brauchtum pflegt und auch öffentlich macht.

Ziel dieser Gruppe ist nach eigener Aussage die Pflege heimatverbundenen Brauchtums, Erinnerung an unsere Vergangenheit bezüglich des Ordnungswesens in Bayern und dessen lebendige Darstellung in heutiger Zeit.

Schon die. in der Konstitutionsurkunde formulierten Grundsätze zeigen, dass damals der Bürger sehr viel mehr in den Schutz der öffentlichen Ordnung einbezogen war, als dies heute der Fall ist. Wo man sich heute auf Behörden verlässt, musste man sich damals den Problemen oft selbst vor Ort stellen, auch dadurch, dass man Uniform anzog und damit kundtat, für welche Ziele man bezüglich des sozialen Zusammenhalts stand.

Hier wird der wie ich meine erfolgreiche Versuch gemacht Geschichte erlebbar darzustellen. Unter ihrem Gründer und 1. Kommandanten Rainer Foerstel hat sich die Gruppe, wie bereits erwähnt, das Ziel gesetzt Geschichte erlebbar zu machen. Wer sich mit den Zielen der "Wolkersdorfer Bürgerartillerie" auseinandersetzt, kommt zwangsläufig auch auf soziale Zusammenhänge der damaligen Zeit. Feststellbar bleibt auch, dass das so oft "verpönte" Schießen in diesem Zusammenhang ein Ausdruck der Lebensfreude ist und war und damals gerade bei Auftritten des "Bürgermilitärs" von der Bevölkerung so angenommen und verstanden wurde.

Heute kann man die Gruppe sowohl anlässlich so bekannter Veranstaltungen wie der "Fürther Kirchweih", dem "Röthenbacher Blumenfest", bei der Traditionsveranstaltung der Vereidigung der "Rußigen" in Lauf/Pegnitz  usw. sehen. Es gibt allerdings auch fast kein "Böllerschützentreffen" bei dem diese Gruppe nicht präsent wäre.

Es bedurfte des erheblichen Engagements der Mitglieder gerade die Ausstattung für den technischen Bereich also originalgetreue Geschütze etc. zu beschaffen. Auch die berühmte "Gulaschkanone" darf hier nicht fehlen. Dank der Mühe der Mitglieder und der Akzeptanz der Gruppe in der Schwabacher Bevölkerung ist auch dies gelungen.

Dies zeigt einmal mehr, wie altes Brauchtum wieder in der Bevölkerung verankert werden kann. Dies unter den Begriffen wie Nostalgie oder Folkloristik abzutun greift sicherlich zu kurz, was die Beurteilung verschiedener Brauchtumsformen und deren Wiederbelebung nach 2 Weltkriegen betrifft. Wer jemals offizielle Veranstaltungen in anderen europäischen Ländern in diesem Zusammenhang mitgemacht hat, wundert sich, dass man bei uns da und dort derartige Vereinigungen gegen "Militarismus" in Schutz nehmen muss.


Ansprechpartner:

1. Vorsitzender
  Helmut Müller
Wilhelm-Dümmler-Str. 112, 91126 Schwabach
Tel.: 0911 86259

2. Vorsitzender
  Karl-Heinz Fichna
Heinrichstr. 12, 90439 Nürnberg
Tel.: 0911 612576

Tel. Verein: 0911 6320316


[ Zurück ]    [ Home ]